Freier Flug, wenn Worte Flügel kriegen

von blackbird

Tage und Wochen fliegen dahin,

Flucht in Träume und Leben im Kaninchenbau mit dem Bewusstsein einer Ratte.

Isolation in der Menge.

Kurzes Aufflackern der Gefühle im Zyklus des Programms.

Hoffnungen zerbrechen an der Reflektion, spätestens beim Blick aus dem Fenster.

Luft gesiebt macht das Atmen unerträglich.

Beleidigt werden meine Augen, meine Ohren und du versuchst die Zeit zu essen.

Bitterer Geschmack, der dir die Gedärme zerfrisst. Der Körper rebelliert gegen sich

selber

und den Geist, der nichts, ausser in sich selbst vergraben, tun kann.

so sehr meine Kräfte, meine Überzeugungen mich mit Energien fluten, draussen, dort wo ich gehn, leben und frei entscheiden kann, so böse stürzt nun alles in sich. Frisst Löcher in die Seele und verachtet mich selbst. Zenit im Vergessen. Doch bleib ich ich.

Mein Bewusstsein stellt sich auf eine höhere Ebene, abverlangt sich alle störenden Emotionen zu versiegeln in/diesen Schwingungen gleiche Tacktung zu finden.

Ich selber bin zu groß in meinen Wogen, sie zerbrechen an den Mauern, reflektieren sich und all das Echo imitiert mich, paralysiert mich an die Grenzen meines

Verstandes.

Jedes Wort ist Konsequenz, kein Gefühl umsonst.

Endlosschleifen gleicher Geschichten, zerstörte Kinder der Revolution, Diebe und Blutsauger meiner Energien.

Buhlend um die letzten Zuge der Individualität.

Aber ich bin nicht zu töten, ich lebe diesen Tod, meine Hoffnung das Ende jeder Ungunst. Urlaub in den Abgründen aller Seelen.

Lernstunde meiner wahrheit und Salz in meinem Glauben.

Entzug jeder materiellen Grundlage tut mir nicht wen, aber die Entwürdigung meiner Person und der Austausch unter freien Geistern fehlt.

Ich bin froh, dass das Reservoir meiner Erinnerungen unermesslich ist und das Spiel“in meinen Gedanken meine Geduld trainiert.

Einzige Nebenwirkung, mein Geist ist selten in mir zu Hause.Aber ich habe vor langem gelernt meine Hülle, das Gefaß in dieser Realität laufen zu lassen, ohne irdischen Schadenzu nehmen. Isoliert in der Menge, abgegrenzt in sich selbst, aber das ist neine Freiheit ohne zu kämpfen. Intelligenz und Emotionalität wird mir als Verbrechen vorgeworfen. Nur seh ich es als Kompliment, denn dort spricht der Neid. Jede Missgunst gibt mir mehr Kraft und jeder Verbalkonflikt ist mir Triumph. Ich esse, was ihr nir gebt . Ich trinke was ihr mir gebt. Ich tue, was ihr sagt und ich schlafe, wann ihr es wollt, aber ihr werdet nicht meinen Geist verletzen und nicht meine Emotionen besiegen. Meine Liebe zu allen lässt mich euch vergeben, auch wenn ihr mich verfluche und mit euren Mitteln gegen mich kämpft. Mein Lebe geht weiter, auch wenn ich sterbe, meine Erinnerungen nehm ich mit, Materielles ist mir nichts wert.Draußen drehn sich tausend Kreise, hier drehe ich meine Runden, eine Stunde im Kreis. Mit den Kreisen hier will ich nichts zu tun haben. Ich studiere weiter Aktion und Reaktion, Resignation, Hoffnung und forsche weiter nach dem Schicksal, der Kausalitat und der Ordnung im Chaos und dem Chaos in der Ordnung. Reiter des Sturms, Krieger der Liebe, Terrorist gegen die Ordnung eurer Geister, das gleißende Licht, das euren Scheuklappen nicht entgehen kann. Das ihr hasst, weil ihr es sehen müsst, auch wenn ihr die Augen davor verschließt. Mein Tod ist ewiges leben, sterben der Weg den ich gehe.

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Genre: Essay

Thema: Achtung/Missachtung

veröffentlicht am: 05.10.2004

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